12.4.16: Brutalismus!

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Aus den Ruinen des 2. Weltkriegs entstand in Europa ein Architekturstil, der bis heute umstritten ist. Die Oberflächen aus rohem Beton – béton brut – waren nun nicht mehr sorgsam verkleidet, sondern die grobgegossenen Bauteile und die Schweißnähte im Metall legten die Konstruktionsprinzipien offen.

So wird der “Brutalismus” von manchen als grobschlächtig geschmäht – unvergessen das Urteil von Prince Charles, der Stil habe in England mehr Schaden angerichtet als der Krieg.

Wie nicht nur die Konstruktionsweise, sondern auch die Nutzungsmöglichkeiten der Bewohner von außen sichtbar sind, hat aber auch viele Kenner betört, die den Baustil heute noch als Wegbereiter einer neuen Freiheit feiern.

Ein Musiker-Kollektiv, das in Köln und Bayreuth verortet ist, hat sich die brutalistische Bauweise als Blaupause für ein musikalisches Unterfangen herangezogen, die Ästhetik der sich wiederholenden modularen Bauelemente und die vermeintliche Kühle der groben Formen in elektronische Musik umzuwandeln.

Das führt sie am Donnerstag, den 14.4. zu unseren Freunden ins Glashaus – Anlass für uns, zwei Tage vorher mit ihnen den Ursprüngen ihres Projektes nachzugehen .

Wir widmen uns mit Photographien, Filmeinspielern und natürlich Musik der Schönheit der geometrischen Körper, und versuchen zu ergründen, mit welchen Mitteln man die eine Kunstgattung in die andere überführt.

Zum Einstieg: https://soundcloud.com/brutalism-cologne